Carina Reupke, Heilpraktikerin

Aktuelle Termine

Es gibt:

Neu
Kräuterkreis ab dem 14. September in Telgte siehe Details unter Kräuterheilkunde

Laufende Termine
Heilabende
am 1. Dienstag
Seminargebühr: 15€
Anmeldung erforderlich.

Kräuterkreis
am 3. Dienstag im Monat: Kräuterkreis I
am 2. im Monat: Kräuterkreis II

Siehe unter Kräuterheilkunde

Details ...

Jahreskreisfeste

Die Feste

Die Tradition Jahreskreisfeste zu feiern, geht weit zurück zu unseren Vorfahren in vorchristliche Zeit. Anknüpfend an diese alten Wege möchte ich die Jahreskreisfeste nutzen, um Menschen Anhaltspunkte für ihr persönliches Wachstum und ihren spirituellen Weg im Laufe des Jahres anzubieten. Wir beginnen wie bei jedem Schritt unseres Wachstums und unserer Arbeit mit dem Fokus. Um das Jahr sinnvoll zu gestalten, brauchen wir einen Fokus, ein Vorhaben , ein Augenmerk auf das wir unsere Schritte hinlenken. Etwas ,das wir wie einen Pfeil voraus schießen und dessen Bahn wir folgen können. Auf diese Weise entsteht ein Weg. Ein Weg mit Hindernissen und Möglichkeiten, mit Wendepunkten und Entscheidungen – ein lebendiger Weg, der uns zu dem führt , was tatsächlich von Bedeutung ist.

Wenn wir einen ersten Blick auf den Fokus geworfen haben, können wir los gehen Zu Lichtmess Anfang Februar arbeiten wir mit den ersten Schwierigkeiten, die das Thema bereithält. Wie eine Flut schwemmen all die Dinge hoch, die damit verbunden sind: Ängste, Bedenken, gesellschaftliche Zwänge – all das was wir entlang dieses Themas erleben, zeigt sich, und es geht um eine erste Bestandsaufnahme. Wenn wir das geschafft haben, dann sehen wir zum ersten mal klarer. Dann können wir unseren Fokus vor uns halten und betrachten.

So bewegen wir uns auf die Tag und Nachtgleiche am 21. März zu und betreten dann die nächste Ebene: Wir zeigen uns der Gemeinschaft. Wir tragen das, was uns bewegt hinaus in die Welt und zeigen uns damit. Diesen Schritt begehen wir in einem Ritual. Das Erleben uns mit dem, was uns bewegt, in die Gemeinschaft hineinzustellen und damit begrüßt zu werden, ist etwas, das uns trägt und uns Kraft für den Alltag verleiht.

Zu Beltane im Mai begrüßen wir die Fülle und Üppigkeit der Erde. Wir erbitten Unterstützung für unser Vorhaben und danken für all das, was für uns schon bereitgestellt ist. In dem Moment , wo wir nach vorne schreiten, entwickeln sich auch die Dinge im Außen, und von der Erde strömt uns Unterstützung entgegen. Dies feiern wir zu Beltane.

Danach nähern wir uns der Sommersonnenwende. Als Menschen sind wir Teil der Erde und folgen ihr in ihren Bewegungen: zieht sie sich in der Winterzeit zusammen, so gehen auch wir nach innen und berühren die Tiefe; dehnt sie sich aus, so strecken auch wir uns mit unserem Energiekörper und berühren die himmlischen Kräfte. Zur Sommersonnenwende am 21.Juni strecken wir uns dem Himmel entgegen und der Himmel neigt sich zur Erde, so dass es zu einer Berührung kommt, einer Segnung durch die Kräfte von Himmel und Kosmos. An dieser Stelle im Jahreslauf offenbaren wir unser Vorhaben den göttlichen Kräften und bitten um den Segen, den es braucht, um zu gedeihen.

Mit Hilfe dieser „Befruchtung“ vollzieht sich dann der große Schritt von der Blüte zur Frucht. Ein energetischer Wandel vollzieht sich in allem. So auch in unserem Tun. Ganz langsam vollzieht sich ein Qualitätssprung, die äußere Schönheit der Blüte verblasst, aber im Inneren geschieht etwas: die Frucht entwickelt sich. Wie ein Zauber wächst der Same heran. So klein und unscheinbar, aber in ihm steckt das ganze Geheimnis der neuen Pflanze: vom kleinen Gänseblümchen bis hin zum großen Eichenbaum. Diesem Wandel gilt es nun auch für uns und unser Vorhaben Raum zu geben. Dies ist das Wesen des Kräuterweihfestes Anfang August.

Danach beginnt noch einmal einen kräftige Arbeitsphase im Außen. Die Ernte will eingebracht werden. Vieles muss nun umgesetzt und abgearbeitet werden. Der Ernteprozess an sich beinhaltet die Entscheidung darüber, was wir für wirklich wertvoll halten und im Ernteprozess hereinholen und was nicht. Damit arbeiten wir zur Tag- und Nachtgleiche im September. Wir entscheiden, was auf dem Weg mit unserem Fokus wirklich gut gewachsen ist, was es wert ist hereingeholt zu werden und in die winterliche Ruhe und Betrachtung hineingetragen zu werden.

Und dann während im Außen die Natur ihren Rückzug antritt und die Herbstwinde dafür sorgen, dass es ungemütlich wird, beginnt ein neuer spannender Prozess. Nun sitzen wir da. Haben das ganze Jahr geackert und haben nun die „Schätze“ hereingeholt – man könnte ja meinen, dass es damit gut gewesen ist , aber nein . Damit hätten wir die Rechnung ohne den Wirt gemacht oder in diesem Fall ohne den Saturn. Denn nun geht es daran das Ergebnis zu schauen. Ganz nüchtern,ohne wenn und aber: das ist , das ist nicht. „Die guten ins Töpfchen die schlechten ins Kröpfchen“ – ohne Beschönigung, ohne Verzierung. Ganz einfach. Dem Leben ins Gesicht schauen, ist die Aufgabe an diesem Punkt. Und das erfordert Mut. Um diesen Prozess zu vollbringen, ist uns nichts anderes als die geistige Welt selbst an die Seite gestellt. Die Schleier werden dünn und wir sind ganz eng verbunden mit der Anderswelt. Denn nur so wagen wir wirklich den Blick in den Spiegel, nur so sind wir bereit uns den Wahrheiten über uns und unser Leben zu stellen. Nur wenn wir die Ewigkeit vor Augen haben, sind wir bereit uns die Fehler im Hier und Jetzt einzugestehen, aber genau das braucht es für dieses Leben: Ehrlichkeit- immer wieder und immer wieder neu. Diese Qualität finden wir in dem Fest, das die Kelten Samhain nannten. Dem alten Hexenneujahr. Allerheiligen, Allerseelen, Halloween sind Feste der unterschiedlichsten Arten, die in diese Zeit fallen. In ihnen allen geht es um die Berührung mit der geistigen Welt. Wir feiern auch dieses Fest draußen in der Natur, auch wenn es manchmal etwas unwirtlich zugeht. Danach bereiten wir uns auf den Rückzug vor. Schließen die Kreise im Außen. Erledigen, was es zu erledigen gibt und wenden uns mehr und mehr den inneren Prozessen zu. Wenn wir dann zur Ruhe gekommen sind nähern wir uns langsam der Wintersonnenwende und damit dem ersten Funken des neuen Kreises.

Der Jahreskreis ist eine Spirale. Mit jedem Umlauf tauchen wir tiefer in seine Kreise ein und entdecken neue Horizonte. Die Chance der Klarheit, die im Begehen dieser Feste liegt und die Möglichkeit zum Wachstum sind wunderschön. Eine besondere Qualität liegt in der Qualität der Gemeinschaft an diesem Punkt. Etwas woran es uns ganz besonders in diesen Zeiten mangelt. Von daher liegt ein besonderes Geschenk darin, dass wir diese alten Pfade neu beschreiten dürfen.

Bei Interesse für das nächste Fest meldet Euch bitte telefonisch oder per Email.